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Im September 1999 hatten Arnd, Martina und ich eine ganztägige Paddeltour geplant. Dieser Herbst verwöhnte die Eifel mit wunderbar warmem Klima und viel Sonnenschein. So machten wir uns also an einem Sonntagmorgen aufs Wasser. Im Gepäck eine ausreichende Picknickverpflegung, bestehend aus diversen Speisen und Getränken - ein Fläschchen Rotwein durfte natürlich auch nicht fehlen. Arnd hatte außerdem seine wasserdicht verpackte Digicam dabei, aus der die Bilder auf dieser Seite stammen.
Der Rursee hatte nur noch wenig Wasser. Wir navigierten um die vielen Inseln und Halbinseln herum bis zur Staumauer Schwammenauel unterhalb des Hürtgenwaldes. Dort mußten wir unsere Boote umtragen, um in das ca. 70 Meter tiefer gelegene Staubecken Heimbach zu gelangen.

Dieses Becken wird mit Wasser aus der Rurtalsperre gespeist, das auf seinem Weg noch einem Wasserkraftwerk als Antrieb dient. Da das Wasser von Grunde des Rursees entnommen wird, hat es entsprechend arktische Temperaturen. Aber wir wollten ja nicht schwimmen, sondern Paddeln, und dabei bleibt man ja bekanntlich im wesentlichen trocken (zumindest außen).

Das weiße Gebäude im Hintergrund ist übrigens das alte Heimbacher Wasserkraftwerk. Hier ist seit einigen Jahren ein sehenswertes Industriemuseum untergebracht.

Am Ende des Heimbacher Staubeckens war wieder ein kurzer Fußmarsch angesagt. Diesmal betrug die Höhendifferenz nur wenige Meter.

Aus Gründen des Naturschutzes ist die Zahl der Boote, die die Rur an einem Tag befahren dürfen, begrenzt. Man muß sich gegen eine geringe Gebühr eine "Startnummer" kaufen. Zu diesem Zweck hat der Kanu-Verband Nordrhein-Westfalen ein mobiles Büro (der Wohnwagen im unteren Bild) an einer Anlegestelle eingerichtet. Dort machten wir kurz halt, um die Nummern zu erwerben und um einen kleinen Snack einzunehmen.

Die Fahrt auf der Rur entwickelte sich traumhaft. Sonnenlicht und Schatten wechselten sich ab, oft erspähten wir links und rechts am Ufer Graureiher und andere mir leider unbekannte Vögel.

Auch ohne spezielle ornithologische Kenntnisse genossen wir die herrliche Aussicht vom Kajak aus in vollen Zügen. Manchmal gab die Ufervegetation den Blick auf weidende Rinder oder wie hier auf alte Bauwerke frei. Im Hintergrund erkennt man die Burg zu Niedeggen, im Vordergrund genießen Martina und ich den Anblick, während Arnd das Photo schießt. Seine Bootsspitze lugt auch noch ins Bild.

Wie man unschwer erkennen kann, war es ein rundum gelungener Tag auf dem Wasser! Das Staubecken Obermaubach war das Ende unseres Ausflugs. Hier holten wir die Boote aus dem Wasser und schnallten sie auf das zuvor dort deponierte Auto.

| [ Letzte Änderung am 16.12.2002 | Inhalt & Gestaltung © Robert Hecht ] |