Die Bilder
auf diesen Seiten sind an einem kalten aber sonnigen Tag im November
2001 auf dem Cimetiere Montmartre in Paris entstanden. Die Katzen leben
wild auf diesem Friedhof, wie auf vielen alten Friedhöfen großer
Städte. Sie werden zwar von einigen guten Geistern gefüttert,
sind aber alles andere als zahm. Ab und zu lassen die Bilder das auch erahnen.
Man ist als Besucher des Friedholfs bestenfalls geduldet, sicher nicht
willkommen. Das Ambiente der harten, kantigen eher abweisenden Grabsteine
und Gruften gepaart mit den runden, geschmeidigen, samtpfötigen Katzen
ist für den Katzenfreund und Fotografen extrem reizvoll.
Als ich durch
einen Artikel in einem Reiseführer darauf aufmerksam wurde, dass hier
dieses Katzenparadies herrscht, nahm ich mir sofort fest vor, beim nächsten
Parisbesuch einen Vormittag fotografierend hier zu verbringen. Ich erreichte
die Mauern des alten Friedhofs am frühen Vormittag. Ich schlenderte
ungefähr eine halbe Stunde durch die Wege und Gassen, ohne auch nur
eine Katzenpfote zu sehen. Langsam keimte in mir die Befürchtung,
dass die kleinen Samtpfoten längst im warmen Süden weilen oder
sich vor einem warmen Kamin eingerollt haben. Doch dann sah ich plötzlich
eine von ihnen - in einiger Entfernung - über die Gruften huschen.
Jetzt hatte ich die Idee, mich in die Tiere hineinzuversetzen. Wie würde
ich mich als Katze verhalten? Würde ich auf den Hauptwegen herumstolzieren?
Nein. Ich würde mir ruhige Plätzchen aussuchen, wo nicht dauernd
ein Tourist oder ein trauernder Mensch herumläuft. Vielleicht findet
sich ein sonnenbeschienenes Plätzchen, an dem die Sonne mit etwas
Glück sogar eine schwarze Grabplatte erwärmt hat... Mit den Augen
einer Katze sieht der Friedhof gleich ganz anders aus, und andere Fleckchen
sind interessant. Auf diese Weise fand ich zu ihnen und habe ca. 100 Aufnahmen
machen können. Einige der schönsten stelle ich hier aus.
Die anderen Bilder von
Paris sind
ein Jahr zuvor auch im November entstanden. Die Fotos sind
mit einer Minolta X700 und einem Minolta 200mm, f=4 Objektiv auf Ilford
HP5 (400 ASA) Film aufgenommen.