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Kultur und Natur - mit dem Rad durch's Loiretal zum Atlantik

Am liebsten wären wir mit dem Zug an die Loire gefahren. Leider ist es den europäischen Bahnen aber nicht gelungen, uns ein akzeptables Angebot für die Fahrradmitnahme zu machen. Wir hätten unsere Räder acht bis zehn Tage vorher aufgeben müssen, und die An- und Abreise wäre rund doppelt so teuer geworden. Also starteten wir an einem Samstag Nachmittag Mitte Juli mit zwei Autos, vollgepackt mit sechs Leuten, Fahrrädern, einer Menge Packtaschen und Campingausrüstung. Von Aachen über Luxemburg und mit einer Zwischenübernachtung in Montmedy ging es nach Orleans.

Wir hatten Glück und fanden in La Chapelle, einem Vorort, schnell einen Campingplatz direkt an der Loire. Den nächsten Tag nutzten drei von uns, unsere Autos an den Atlantik zu überführen. Denn von dort wollten wir in ca. drei Wochen die Rückreise antreten. Nach strapaziösen 450 Autokilometern bei 30 Grad im Schatten gönnten wir uns für den Rückweg nach Orleans eine Fahrt im TGV (Train Grande Vitesse), dem französischen Hochgeschwindigkeitszug.

Die nächste Nacht, die eigentlich der Erholung dienen sollte, gestaltete sich zu einem Sturm- und Wassertest für unsere Zelte. Ein kleiner Orkan fegte über das Terrain und machte einigen Bäumen und Zelten in der Nachbarschaft den Garaus. Unser Equipment und wir überstanden diese Nacht Gott sei Dank unbeschadet, sodaß wir mit unserer Tour wie geplant starten konnten. Als erstes Etappenziel hatten wir Muides-sur-Loire auserkoren, das 6km von Chambord, einem der berühmtesten Loireschlösser, entfernt war. Bis Meung-sur-Loire folgten wir einem kleinen Deichsträßchen entlang dem Südufer und einem gut ausgeschilderten Fernradweg. Obwohl es zwischendurch noch leicht regnete, ließen wir es uns nicht nehmen, die Apfelplantagen rechts und links des Weges "heimzusuchen". Wir wechselten zum anderen Ufer und benutzten den von den Regenfällen etwas sumpfigen Fernwanderweg GR3 (Grande Randonnee 3). Da er sich später in eine unbefahrbare Schlammpiste verwandelte, mußten wir ab und zu auf eine Landstraße ausweichen. Nach ca. 2/3 unserer Tagesstrecke lud uns das malerische, alte Städtchen Beaugency zu einer Rast und kleiner Besichtigung ein. Die nächste "Sehenswürdigkeit" 7km weiter war leider nicht ganz so attraktiv: das Kernkraftwerk St.-Laurent-des-Eaux. Auch in Frankreich sind KKWs nicht unumstritten und haben in der jüngeren Vergangenheit massive Proteste von Bürgerinitiativen hervorgerufen. Irgendwie hatten wir schon ein komisches Gefühl, als wir so dicht daran vorbeifuhren. Eine Besichtigung, wie in unserem Rad-Wanderführer erwähnt, sparten wir uns dann auch. Auf den restlichen 10km hatte Petrus ein Einsehen und schickte uns ein paar Sonnenstrahlen. Gegen 16:00 Uhr hatten wir unsere moderate 50km-Etappe zum Eingewöhnen geschafft.

Unsere Zelte konnten wir wieder direkt am Fluß auf einem Campingplatz aufschlagen, diesmal am linken Ufer. Nach dem Anmelden, Zelt Aufbauen, Duschen und Einkaufen genossen wir Baguette, Käse und Rotwein vor unseren Zelten und die untergehende Sonne bei einem Spaziergang am Fluß. Die Mücken genossen dafür uns. Wir gingen ziemlich früh schlafen, weil wir uns am nächsten Vormittag an dem steingewordenen Traum des Königs Franz I. berauschen wollten: Schloß Chambord. Unser Eindruck: touristisch, reichlich groß, wenig Atmosphäre, ein paar interessante Details im Inneren. Gegen Mittag ging's weiter nach Blois. Das dortige Chateau beguckten wir uns nur kurz von außen. Wichtiger war uns unser leibliches Wohl und das eines unserer Fahrräder. Hier bewahrheitete sich leider die Warnung unseres Reiseführers, daß Ersatzteile für 27"-Reifen in Frankreich so gut wie nicht zu bekommen sind. Mit einem leicht defekten Freilauf erreichten wir dann trotzdem am späten Nachmittag unseren wunderschön an einem mit Seerosen bedeckten Seitenarm gelegenen Campingplatz in Nazelles-Negron. Auf den heutigen 60km hatten wir richtig schönes Wetter und prima Straßenverh&auimml;ltnisse. Der blaue Himmel sollte uns für den Rest des Urlaubs nicht mehr verlassen. Sonnencreme, T-Shirts und dunkle Brillen waren ab jetzt angesagt und die Regenklamotten wurden in die unterste Ecke der Packtaschen verstaut und vergessen.


Das Schloß Chenonceau

Tags darauf wurde es zum ersten Mal ein wenig bergig. Wir lenkten unsere Stahlrösser durch den Wald von Amboise zum Schloß Chenonceau an der Cher. Diese Anlage wird auch "Schloß der Frauen" genannt, da berühmte Königinnen und Mätressen in seinen Gemäuern lebten. Unter anderem konkurrierte hier die böse Katharina von Medici mit der älteren aber dennoch bildschönen Diana von Poitier. Der Besuch dieses Wasserschlosses, das 1513 auf den Fundamenten einer befestigten Mühle erbaut wurde, ist unbedingt zu empfehlen! Er war den Umweg, der uns eine nicht so schöne Streckenführung bis Tours bescherte, wert. Wir durchquerten Tours nonstop und fuhren weiter entlang der Cher auf einem kleinen Deichsträßchen. Wir hatten das Gefühl, uns eine zweitägige Pause verdient zu haben; denn wir wollten keine Rekordstrecken zurücklegen, sondern uns erholen und die Landschaft genießen. Der nächste Campingplatz, über den wir stolperten, war in Savoniers. Dessen hohe Preise raubten uns allerdings den Atem, so daß wir hier nur eine Nacht blieben.


Ein Solitairbaum am Wegesrand

Am nächsten Morgen besichtigten wir die Tropfsteinhöhlen am westlichen Ortsrand, die in früheren Jahrhunderten als Steinbrüche ausgebeutet wurden. Die Römer sollen von hier sogar Steinblöcke bis nach Rom geschleppt haben. Die Höhle selbst war zwar vergleichsweise mickrig, aber der Gratis-Rose am Ende der Führung (in französischer Sprache) versöhnte uns. Nur noch 13km sollten uns nun noch von der köstlichsten Erfahrung unseres gesamten Urlaubs trennen. Nachdem wir die Mündung der Cher hinter uns gelassen hatten und wieder an der Loire radelten, erreichten wir kurz darauf Brehemont. Hier erwarteten uns die leckersten Apfeltörtchen und mit Schokoladenpudding gefüllten Eclairs von ganz Frankreich. Spätestens nach unserem zweiten Besuch wußten Madame und Monsieur Deslandes, daß wir nicht mit weniger als zwei Kuchenpaketen ihre Bäckerei verlassen würden. Nach langem Zögern waren sie bereit, uns das Geheimrezept für die Törtchen anzuvertrauen. Diese Boulangerie "versüßte" uns das Leben während der nächsten zwei Tage beträchtlich. Auf einer Erkundungsfahrt in die Umgebung des Campingplatzes trauten wir unseren Augen kaum: nicht nur, daß ein ganzes Feld mit Hanf-Pflanzen (Grundlage für die Haschisch-Herstellung) bebaut war, sogar ein großes Schild wies darauf hin: "Hier wächst Cannabis". Am Abend starteten wir unsere erste große Kochorgie (ohne Hasch) mit allen zur Verfügung stehenden Töpfen und Kochern. In der folgenden kühlen, klaren Nacht verzauberten uns einige Sternschnuppen. Den zweiten Tag benutzten wir zwei zu einem Tagesausflug nach Azay-le-Rideau. Der Rest unseres Teams erholte sich faulenzender- und Fahrrad bastelnderweise auf dem kleinen Zeltplatz.

Im Schloß von Azay-le-Rideau durften wir nach einer intensiven Besichtigung ein Konzert auf mittelalterlichen Instrumenten genießen. Stimmungsmäßig stand für uns fest: Das ist das schönste Schloß, das wir bisher gesehen hatten - klein, aber fein! Klar war, daß wir uns das abendliche "Spectacle de Son et Lumiere" keinesfalls entgehen lassen würden, obwohl die Eintrittskarte 50 Franc kosten sollte. Den späten Nachmittag verdösten wir im Schloßpark und unser Abendessen verzehrten wir an einem idyllischen Fleckchen am Ufer der Indre. Um 22:00 Uhr geleiteten uns Gestalten in historischen Gewändern mit Fackeln zum Beginn des Spektakels. In den Parkanlagen rund um das Schloß wurde die Geschichte dieses Châteaus wieder lebendig. Kleine schauspielerische Darbietungen wurden von Musik, einer Erzählerstimme und einem wunderbaren Feuerwerk begleitet. Den Abschluß bildete ein höfischer Tanz. Es war einfach toll! Zu mitternächtlicher Stunde traten wir die Rückfahrt zum Campingplatz an.


Abendstimmung am Ufer der Loire bei Brehemont

Am folgenden Morgen fand die letzte große Törtchenschlacht bei Madame Deslandes statt, bevor wir zu unserem nächsten Etappenziel Gennes aufbrachen. Auf unserem Weg dorthin stoppten wir noch kurz am Märchenschloß Usse. Die verspielte Architektur dieses Schlosses mit unzähligen Türmchen hat schon die Gebrüder Grimm inspiriert. Noch heute kann man hier sehen, wie Dornröschen von ihrem Prinzen wachgeküßt wird. Der Eintrittspreis von 70 Franc (wenn wir uns recht erinnern) war allerdings für das, was es zu sehen gab, sehr hoch gegriffen. Nach weiteren 11km versperrte uns das nächste Kernkraftwerk die Sicht auf unseren Fluß. Etwas später überquerten wir das Mündungsdelta der Vienne bei Candes-St.Martin. Die Höhlenwohnungen von Turquant - im Reiseführer erwähnt - waren weniger beeindruckend als wir sie uns vorgestellt hatten. Die ganze Anlage wird heute mehr oder weniger kommerziell für private Feiern und als Zwischenlager für das benachbarte Restaurant genutzt. Am angenehmsten an dem Stop war noch die erfrischende Kühle in den Höhlen; denn es war ein sehr warmer und etwas schwüler Tag. Das Champignon-Museum bei St.Hilaire sparten wir uns. Es war einfach heiß, und es zog uns zum nächsten erschwinglichen Campingplatz (es wimmelte in dieser Gegend nämlich von vier-Sterne-Plätzen, die trotzdem oft direkt an der Departementstraße lagen). In Gennes gab es genau das, was wir nach 56km suchten: ein schattiges, ruhiges, billiges Plätzchen direkt am Fluß. Heute beschlossen wir, uns zu verwöhnen: Ein Sechsgangmenue sollte es schon sein zum Abendessen. Der "Hote de la Loire" war gerade gut genug für uns. Mit Crudites, einer warmen Champignon-Pastete, Lachs, Ente, Käse, Dessert und jeder Menge Rose ließen wir es uns gutgehen. Seit diesem Abend wissen wir, wie sich "Gott in Frankreich" fühlt.


Eine der zigtausend Sonnenblumen

Tags darauf fuhren wir eine besonders schöne, kaum befahrene Straße. Es ging direkt an der Loire entlang und später an riesigen Sonnenblumenfeldern vorbei. Leuchtendes Gelb so weit das Auge schaut und strahlend blauer Himmel - was will der Mensch mehr? Und wer hätte gedacht, daß es hier sogar Tabakplantagen gibt? Wir kamen an einem Feld vorbei, das gerade abgeerntet wurde. Eine handvoll Meilen weiter entfernte sich unsere Streckenführung vom Loire-Ufer und es wurde über längere Abschnitte ziemlich bergig. Dafür sahen wir "unser Flüßchen" zur Abwechslung mal von oben und außerdem einige Weinfelder. Die wenigen verstreuten Güter schienen noch aus dem Mittelalter zu stammen. Die nächste Nacht sollte uns der Campingplatz von Montjean beherbergen - die 73km haben uns für heute gereicht. Wir verdrückten uns in das entlegenste Eckchen des Platzes; denn vorne wurde von ein paar Pfadfindergruppen, von denen wir übrigens immer wieder mal welche trafen, eine Menge Radau veranstaltet. Die Toiletten und Duschen waren hier hinten leider nicht sehr einladend: Der Sanitärcontainer hatte keine Frischluftzufuhr und es stank fürchterlich. Abends futterten wir unsere Supermarkteinkäufe von unterwegs. Ihr ahnt es schon: Baguette, Käse, Wein und eine Melone.

Der kommende Tag sollte uns die bisher längste Etappe bescheren. Ein ausgiebiges Frühstück und ein trödeliger Vormittag ließen uns erst gegen zwölf Uhr in die Pedale kommen. Auf einem kleinen Deichsträßchen radelten wir vorbei an Sonnenblumenfeldern zunächst nach St. Florent. Nach dem Haschischfeld von Brehemont gab es jetzt wieder etwas zum Staunen: Ein Tabakfeld, das gerade abgeerntet wurde. Das war bis Nantes im Großen und Ganzen das einzige "Highlight". Die Strecke wurde etwas bergig und außerdem mußten wir ab hier größtenteils unsere Straße mit einer Menge Autos teilen. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir St.Sebastien sur Loire bei Nantes.

Hier beschlossen wir, uns für die restliche Woche aufzuteilen. Unsere Freunde aus Hamburg und Dortmund hatten vor, am nächsten Tag die Großstadt Nantes zu besichtigen und dann nach Nordwesten in Richtung Bretagne abzudrehen. Uns zog es mehr nach Südwesten - direkt zum Meer. Wir verabredeten uns für den letzten Tag an der Gite d'Etappe bei unseren Autos, stockten in Nantes noch kurz unseren Proviant auf und radelten zügig zum Lac Grand-Lieu. Dieser von Feldern und breiten Schilfstreifen eingerahmte See mißt etwa 40 Quadratkilometer. An seinem nördlichen Ufer gab es zwar keinen Campingplatz. Dafür fanden wir ein idyllisches Fleckchen direkt am Seeufer, das wir für eine Nacht zu unserem Lagerplatz machten. Wir hatten uns schon lange darauf gefreut, einmal "wild" zu campen. Mit leichtem Herzklopfen krochen wir in der Dämmerung in unsere Schlafsäcke.


Hier haben wir wild gecampt

Die Katzenwäsche am nächsten Morgen verbrauchte unsere letzten Wasservorräte. Hatten wir schon erwähnt, daß es dreißig Grad warm war? Ein Lebensmittelgeschäft war nicht in Sicht, und so fragten wir in einem drei-Sterne Restaurant nach Wasser. Die Besitzerin war total freundlich. Sie füllte uns sämtliche Flaschen ab und bestückte sie sogar noch mit Eiswürfeln. Am Westufer des Lac de Grande-Lieu fuhren wir nun auf winzigen Sträßchen nach Süden. Heute Abend wollten wir auf jeden Fall den Atlantik in St.Jean de Monts sehen. Deshalb wählten wir eine ziemlich direkte Verbindung, die teilweise über Hauptstraßen führte, die aber glücklicherweise nicht allzusehr befahren waren. über Machecoul, la Garnache, Sallertaine und le Perrier ging es zum Etappenziel St.Jean. Uns fiel sofort auf, daß es sich um einen ziemlichen Touristenort handelte. Es wimmelte nur so von Campingplätzen - einer voller und größer als der andere. Lautstark machten Discos, Restaurants, Läden und kleine Freizeitparks auf sich aufmerksam. Mit einer Portion Glück fanden wir gegen Abend noch einen kleineren Campingplatz ohne Spektakel aber dafür auch ohne Komfort. Es gab ganze zwei Duschen und ein Waschbecken für alle - egal! Wir hatten eigentlich vor, hier an der Küste ein paar ruhige Tage zu verbringen. Aber schon beim ersten Durchfahren des Ortes war uns klar, daß wir es hier nicht lange aushalten würden.


Frühstück am leeren Strand vor der nächsten Etappe

Nach einem "Erholungstag" brachen wir wieder auf und nahmen uns vor, etwas weiter nach Norden auf die Ile de Noirmoutier vorzustoßen. Diese Halbinsel im Atlantik machte auf der Landkarte einen so ruhigen und abgelegenen Eindruck - weit gefehlt! Die Massentouries waren schon vor uns da! Wir hatten endlich ein gemütliches Plätzchen in hintersten Dorf der hektischen Insel gefunden, um unser Kuchenpaket zu verspeisen, da setzte uns ein großer Schäferhund (in Begleitung seines Herrchens) seinen stinkenden Haufen direkt vor die Nasen. Das gab uns den Rest! Die 18:00 Uhr Fähre zurück zum Festland war unsere. Bis zum Schluß wußte jedoch niemand genau, ob, wann und von wo sie abfuhr (was für eine Insel !?). Eine Stunde später lief unser Boot in den hübschen alten Hafen von Pornic ein. 13km westlich von Pornic liegt die Pointe de St.Gildas. Den Touriestrand hatten wir hinter uns - deswegen erschien uns die Steilküste an dieser Landzunge verlockend. Weil es schon reichlich spät war, waren wir gegen halb neun froh über den Wegweiser zum Campingplatz "la Trabardiere": sehr schön gelegen, gute sanitäre Anlagen, ein Lädchen, akzeptable Preise und ein sehr netter Eigentümer. Hier quartierten wir uns für die verbleibenden vier Tage ein.


Umzug auf dem Campingplatz: "Scha-atz? Wo soll das Zelt hin?"

Tags darauf erkundeten wir per Fahrrad den Landzipfel Pointe de St.Gildas. Mehr stand nicht auf dem Programm - wir genossen einfach das Nichtstun. Zur Abwechslung streiften wir am nächsten Tag zu Fuß durch die Gegend, radelten aber am Abend mal in den nächsten größeren Ort St.Michel Chef-Chef. Es stellte sich heraus, daß wir uns dafür genau den richtigen Tag ausgesucht hatten. Als wir an der Strandpromenade eintrafen, kamen wir sogleich in den Genuß eines wirklich supertollen Jazzkonzerts unter freiem Himmel. Ein Wahnsinnstyp, an dessen Namen wir uns leider nicht mehr erinnern, spielte mit seiner 15köpfigen Big Band gratis bis lange nach Einbruch der Dunkelheit. Ein schöner Abend mit einmaligem Sonnenuntergang zur Musik von Glenn Miller und anderen Größen, zusammen mit herrlich fruchtigem Erdbeereis und Hamburgern!


Diese Zypresse steht am Atlantikstrand

Unseren vorletzten Urlaubstag haben wir an einer kleinen, von Felsen umgebenen Sandbucht am Atlantik verbracht. Das Wetter hätte dazu nicht besser sein können. Ein paar ausgiebige Schwimmpausen im Meer rundeten das Sonnenbad ab, bei dem wir unsere letzten Urlaubskarten schrieben.

Am Morgen packten wir unser Zelt für die nächsten paar Monate in seine Tüte, beluden unsere Räder, die uns kein einziges Mal im Stich gelassen hatten (noch nicht einmal einen Plattfuß gab's), ein letztes Mal und starteten in 'Richtung Norden. Abends trafen wir uns in St.Viaud wieder mit unseren Freunden und nahmen unsere verstaubten Autos in Empfang, die wir bei einem Bauern untergestellt hatten. Die übernachtung in der Gite nebenan bescherte uns echte Matratzen für die Nacht - nicht übel nach fast drei Wochen Isomatte. Den Landstraßenstreß der Hinfahrt taten wir uns diesmal nicht an. über die Autobahn ging es an einem Tag zurück nach Aachen. Es war ein rundum schöner Urlaub!


Text: D. S. und Robert Hecht
Bilder: Robert Hecht
(im September 1992)
[ Letzte Änderung am 05.01.2003 Inhalt & Gestaltung © Robert Hecht ]